Veröffentlichungen und Bücher

Über das Buch:"Die Wichtigkeit von Naturerfahrungen im Kindesalter"

Die „Ökokrise“ oder die Bedrohung zukünftiger Generationen durch den Raubbau an der Natur, um technische und ökonomische Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, hat ihre Ursprünge im 18. und vor allem 19. Jahrhundert, als im Zeitalter der Industrialisierung durch den Einsatz von Dampfmaschinen erstmals Umweltprobleme, nämlich Luftverschmutzung in den Städten auftraten. Die Schere zwischen den reichen technisierten Nationen und den entwicklungsbedürftigen armen Ländern weitete sich. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo sich der Mensch Natur zwar aneignete, um etwa Felder anzulegen, jedoch in gewisser Weise gezwungen war, mit ihr im Einklang zu leben, begann sich die Menschheit nun von der Natur zu entfremden. Um der Ökokrise entgegen schreiten zu können, muss in den Köpfen heranwachsender und aktuell agierender Generationen ein wachsendes Umweltbewusstsein entstehen.

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Ein Gegenmodell zur industriellen, Ressourcen verschwendenden Lebensweise stellt die „Nachhaltige Entwicklng“ dar. Aus dem Abschlußbericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987, „Our common Future“, oder auch „Brundtland-Bericht“ genannt, geht nach Steiner folgende Definition für Nachhaltige Entwicklung hervor:

„Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Mit anderen Worten, wir müssen mit unserer Natur sorgsam genug umgehen, sodass auch unsere Kinder und deren Kinder noch ein lebenswertes Leben auf unserem Planeten möglich sein kann (und nicht an der Altlast unseres Mists ersticken müssen). Nicht unerheblich für den Umgang der Menschen mit der Natur sind auch Ethik-Vorstellungen der Menschen. So ist auch das Christentum mit seinen Lehren von der gesicherten Existenz der Söhne Gottes und dem „untertan machen der Erde“ nicht unschuldig am unachtsamen Umgang der Menschen mit der Natur. Um eine andersartige Einstellung der Menschen zur Natur zu erreichen, sollte man auch eigene ethische Wertvorstellungen überdenken, um Werte der ökologischen Ethik in die ökologisch orientierte Erziehung einfließen lassen zu können. Aus sozialpädagogischer Sicht wäre es auch vonnöten, dass bereits im Kindergarten eine Verschiebung der Einstellungen entstehen soll.

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Die starke Gewichtung des Materiellen muss abnehmen, das emotionale und soziale Erleben muss aufgewertet werden. Solange der Schwerpunkt im Kindergarten in der Herstellung von Produkten liegt, wird der Kindergarten die Kinder dahingehend fördern, später „braver Konsument“ und Mitglied der Konsumgesellschaft zu werden. Wenn existentielle Bedürfnisse eines Kindes befriedigt sind, braucht es nicht viel Materielles um glücklich zu sein, während emotionale Verarmung das Kind sehr beeinträchtigt. Werkstücke sollen etwa aus Freude am Tun entstehen und deren Ergebnis sollte dann zweitrangig sein. Erzieher/innen sollten verstärkt auf zukunftsorientierte Fähigkeiten bauen und auch Kinder in gemeinsames Planen und verantwortungsorientiertes Handeln miteinbeziehen, statt ihnen nur vorgefertigte Ideen zukommen zu lassen. Gesellschaftliche Erwartungshaltungen an den Kindergarten: Herstellung von herzeigbaren Produkten (Bastelarbeiten), Vorbereitung auf die Schule und Förderung von sozialem Verhalten in der Gruppe setzen Erzieher/innen div. Institutionen natürlich unter Druck. Im Prinzip beschäftigt sich jede/r, der/die mit Kindern in die Natur geht, oder ihnen in irgendeiner Weise Beigeisterung für die Natur vermittelt, mit Natur- und Umweltpädagogik. Das kann ein/e Lehrer/in sein, ein/e Kindergartenpädagog/e/in, oder auch der Großvater, der mit der Enkeltochter in die Natur geht, ihr Blumen, Tiere oder Bäume zeigt oder einfach ein „Weidenpfeiferl“ bastelt, und somit im Kind Begeisterung für die Natur weckt. Um Kindern und auch Erwachsenen Umwelt- und Naturbewusstsein zu vermitteln wurden in den letzten Jahren eine Reihe pädagogischer Konzepte entwickelt. Im vorliegenden Buch werden die wichtigsten kurz erklärt und erläutert und um ein spezielles Konzept für Kleinkinder erweitert.
Neben dem Theorieteil soll auch ein Praxisteil den Lesern Lust auf Erlebnisse mit den Kindern in der Natur machen.

Über das Buch:"Mit Bruno Bär duch Kinder(garten)jahr"

Die Namensgebung des Buches: „Durch das Jahr mit Bruno Bär“, begründet sich dadurch, dass mir Leitfiguren für Kinder sehr wichtig erscheinen. In meiner Kindergartengruppe führte ich eine Figur namens „Bruno Bär“, eine selbst angefertigte Handpuppe aus Papiermaschee, ein. Immer wenn Bruno Bär in Erscheinung trat wussten die Kinder, jetzt gibt es eine neure Geschichte, ein neues Thema wird erarbeitet. Solche Leitfiguren eignen sich, um sie durch das ganze Jahr die Kinder begleiten zu lassen. Immer wenn Neues kommt, oder aber auch um besondere Themen zu markieren (z.B. ein Frosch um Naturthemen anzukündigen, usw.). Ich wählte Bruno Bär, weil er bei den Kindern sehr gut ankam. Aus Erfahrung weiß ich auch, dass witzige, selbst gemachte Sachen meist noch besser ankommen als gekauftes, so gibt es gleich zu Beginn eine Anleitung für eine „Bruno Bär Handpuppe“.
Da mir persönlich das Thema „Kind und Natur“ sehr wichtig ist und ich auch in meiner Diplomarbeit ein Umwelt- und Naturpädagogikthema aufgegriffen habe, ist das Kapitel „Natur“ etwas dicker ausgefallen.

spielende Kinder